Knallvester
Silvester war schön in Hamburg. Wir haben viel Feuerwerk angeschaut, Gin Tonic getrunken und komische Leute getroffen sowie (wer hätte es erwartet) komische Brillen getragen.
Die Tage zuvor waren anstrengend und abgesehen von den Abenden in Bielefeld auch traurig, weil mein Großvater gestorben war. Am Silvestertag wurde er beerdigt.
Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr und hoffe sehr, dass die Arbeit in der kommenden Woche nicht so kacke wird!
Print vs. Internet
Was die Studentenproteste mit der demographischen Entwicklung zu tun haben.
Momentan protestieren in vielen Städten in Deutschland und Österreich zehntausende von Studierenden und Schülern gegen Studiengebühren, die verkürzte Oberstufe, überfüllte Klassen und Hörsäle, den schlechten Zugang zu einem Masterstudium und verschulte, verkürzte Bachelorstudiengänge. Die Forderungen werden allseits beachtet, und sowohl von der Politik wie auch von den Hochschulleitungen und den Professoren erhalten die Demonstranten Rückendeckung; erste Maßnahmen sind zum Beispiel eine BAföG-Erhöhung ab 2011. Mehr…
Twitter-Wachstum in den USA erstmals rückläufig
Der Besucherzähler comScore hat Zahlen veröffentlicht, nach denen Twitter im Oktober etwa 8 % weniger Besucher als im September hatte - und das im Stammland. Das überraschende an dieser Tatsache ist allerdings nicht, dass die Besucherzahlen zurückgegegangen sind, sondern eher die Verwunderung der Branchenanalysten über den Rückgang.
Zum Beispiel schreibt Techcrunch: “…a hypergrowth company like Twitter cannot afford to slow down in its home market. “
Dabei sollte es doch jedem Absolventen einer Grundschule klar sein, dass ein Wachstum von 1000 % mit der begrenzten Ressource “Internutzer” nicht dauerhaft zu realisieren ist. Scheinbar wird die Anzahl der Erdbewohner hier mit dem potenziellen Markt gleichgesetzt; die digitale Käseglocke demokratisiert offensichtlich das Unvermögen für realitätsnahe wirtschaftliche und gesellschaftliche Analysen.
Wie traurig…
Alter Wein in alten Schläuchen: Der Yuppie entdeckt die Zeitung.
Wunderbarer Bühnensketch, der bei der Verleihung des Henri Nannen Preises 2008 aufgeführt wurde. Tragischerweise halte ich die Charaktere der beiden Yuppies für keinesfalls besonders überzeichnet dargestellt, vielmehr als komprimierte Sammlung realitätsnaher Erfahrungsschnipsel.
Beatboxing - The Next Level: Flutebox Lee und Beardyman
Film über das Grundeinkommen
Ein teilweise etwas langatmiger Film, der über das besonders vor der Wahl heiß diskutierte Thema Grundeinkommen informiert. Leider ist vor allem der Anfang ein recht improvisiertes Legitimationsgeseihe, das den Zuschauer wohl zur Erweiterung seines Horizonts mittels unkonventioneller Denke auffordern soll. Nachdem man dann fast schon wieder wegklickt, wird der Rest des Films aber doch noch ganz informativ, vor allem wenn der Off-Sprecher mal schweigt und verschiedene Fachleute zu Wort kommen.
Batz!Batz!Batz!: Mayday-Sets von 1992-2009 anhören, (be)wundern.
Igitt, eine “Die 101 besten…” - Liste.

Vielleicht hat ja heute jemand noch nichts vor. Nur wenig besser als meine Liste. Aber die war ja auch noch nicht fertig.
Reisebericht: Die Samstags-Route
Thalia, mein neuer Freund.
Guter Artikel über die Entwicklungen in der Verlags- bzw. Buchladenbranche. Wunderte ich mich in letzter Zeit schon darüber, erklärt der Artikel außerdem wieso völlig durchschnittliche und nach meiner Einschätzung willkürlich ausgewählte, doch umso härter angepriesene Romane so viel Erfolg haben (z.B. F. Schätzing, Stieg Larsson, etc.).
Twitter: Nutzerentwicklung wie bereits prognostiziert
Endlich gibt es mal Zahlen zur Nutzung des völlig überbewerteten beliebten Microblogging-Dienstes Twitter. Die Betreiber selber geben keine Zahlen zur Nutzung heraus, nun hat aber der amerikanische Technik-Meinungsführer techcrunch eine Analyse über die Nutzerzahlen und vor allem über die Nutzeraccounts veröffentlicht.
Und was für eine Überraschung: Die Anzahl der annähernd verwaisten Accounts beträgt 75 %, was bei einer Gesamtzahl von ca. 50 Millionen registrierten Usern ungefähr 12.5 Millionen aktiven Nutzern weltweit entspricht. Diese Nutzerzahlen sind ok. Aber nicht mehr. Sie sind quasi durchschnittlich gut. Aber ganz sicher sind diese Zahlen noch lange kein Grund, irgendwelche fundamentalen Änderungen für die Zukunft des Internets zu prognostizieren.
(Diesen Beitrag kann man übrigens auch über mein Twitter-Profil lesen, ulkig ulkig)
Perfume Uniform sin Tricky Fingers Remix
“macht mir Spaß das Lied, echt geil!”
sando, oct. 2009
Notnagel
Friedhelm Funkel ist neuer Trainer bei der Hertha BSC. Dazu heißt es heute auf bundesliga.de :
“…Coach mit viel Erfahrung
Funkels bisherigen Trainerstationen waren Eintracht Frankfurt (2004 - 2009), 1. FC Köln (2002 - 2003), FC Hansa Rostock (2000 - 2001), MSV Duisburg (1996 - 2000) und KFC Uerdingen 05 (1991 - 1996)…”
Sauber, dann kann ja noch in dieser Saison die Champions league angepeilt werden.
Obama-Mania
Bei all der Manie um den neuen Präsidenten der USA vergisst man fast, dass es vor ihm auch einen gab!
Wenn man sich Gedanken darüber macht, was dieser einst so bedeutende Mann so treibt den ganzen Tag, kommen einem spontan all die Staatsmänner vergangener Zeiten in den Kopf: Bill Clinton reist um die Welt, um hochbezahlte Vorträge zu halten. Gerhard Schröder ebenfalls, und außerdem macht er in Öl (oder so). Jaques Chirac versucht sicherlich, irgendwem Atomkraftwerke oder -sprenköpfe aufzuschwatzen. Und Leute wie Saddam Hussein sind einfach tot.
Um eine Vorstellung (keine Idee, pfui, Anglizismen gehen mir nicht mehr aus dem Kopf nach Lektüre englischer Texte) davon zu bekommen, wie George Walker Bush nun seinen Alltag bestreitet und womit er sich beschäftigt, lege ich jedem nur diesen Artikel (klick) auf der ganz hervorragenden Satireseite The Onion ans Herz… Ich finde, er ist so schön geschrieben! Nachdem ich ihn gelesen hatte, dachte ich, dass ich gern selbst genau diesen Text über ihn geschrieben hätte.
WTF: Performance Hotel in S-Ost
Seit einigen Monaten hängt an einem recht kaputten Haus im Stuttgarter Osten ein wunderbares Pappschild mit der verheißungsvollen Botschaft einer kostenlosen Übernachtungsmöglichkeit. Ein zweites Schild kündet von der Anwesenheit der “Pekingnesischen [sic!] Botschaft” im selbigen Hause. Eine kurze Recherche gibt Auskunft: Das so gennante Performance Hotel ist Teil eines einjährigen experimentellen Kunstprojekts von Studenten der Akademie der Bildenden Künste Mehr…
PEN-Story: Mal wieder Foto-Stop-Motion, karacho.
Dipl.-Chem. oder Mag. Jur. oder LL.M. alles derselbe Sch**ß
Verbesserungen in Forschung und Lehre
Liebe Freunde,
immer wieder wird man als Student gebeten, Vorschläge für die Verwendung der Studienbeiträge abzugeben. Schließlich weiß die Uni gar nicht mehr, wo ihr der Kopf steht vor lauter Mitteln, die zentral oder dezentral ausgegeben werden müssen. Ob die Erhebung von Studiengebühren in sechs deutschen Bundesländern nun die Zementierung der real existierenden Ungleichbehandlung von Studenten verschiedener (sozialer) Herkunft bedeutet, sei dahingestellt. Das Geld muss jedenfalls raus. Mehr…
Recommended VI: The Kilians, Leo Can Dive
Kilians wiedergesehen. Nachdem bei meinem ersten Besuch bei den Kilians irgendwann letztes Jahr im Kamikaze in Freiburg grade mal so 10-20 Leute anwesend waren, fahren die Jungs jetzt schon schwerere Geschütze auf. Trotzdem war Halle im LKA in Stuttgart war nicht mal zur Hälfte gefüllt, wieso verschätzen sich Konzertveranstalter immer so gnadenlos? Ist doch voll dumm, so eine halb leere Location, da Mehr…
Professionalisierung der Pfandsammeltätigkeit: Pledging
Immer mehr Pfandsammler professionalisieren ihre Tätigkeit. So werden gerne auch mal grade erst geöffnete Bierchen weggeschnappt, Sammelreviere aggressiv gegenüber feindlichen Sammlern verteidigt, und es gibt Lagerstellen für die gefüllten Plastiktüten mit der Ausbeute des Tages. Nicht dass mich jemand falsch versteht: Ich möchte mich hier nicht über die Armut anderer Leute mokieren, und sicherlich wünsche ich niemandem, dass er sich für seinen Lebensunterhalt erniedrigen und den Abfall anderer Leute aufsammeln muss.
Aber neulich habe ich dieses effiziente Sammelmobil gesehen, das hiermit dokumentiert wird: Es handelt sich um einen alten Opel Kadett; die Heckscheibe ist nicht mehr vorhanden, dort werden die erbeuteten Flaschen eingeworfen. Auch der Beifahrersitz ist diesem Zwecke vorbehalten. Auf dem Dach sind Kästen festgebunden, die ebenfalls befüllt werden können.
So erweitert der professionelle Pfandsammler seinen Radius natürlich enorm, und es können auch Sammelorte angefahren werden, die vielleicht noch nicht von der Konkurrenz beschlagnahmt oder entdeckt worden sind. Und weil Professionelle Tätigkeiten in der heutigen Welt immer englische Namen haben: Ich taufe die Pfandsammeltätigkeit hiermit auf den Namen Pledging.
GEZ-Geld sinnvoll eingesetzt: Media Lounge auf EinsPlus
Nachdem die Media Lounge plus Nebenwirkungen live schon bestens bis super gelaufen ist, kommt wie angekündigt auch die öffentlich-rechtliche Ausstrahlung an den Start. In bisher nicht gekannter Konsequenz strahlt der digitale ÖR-Sender EinsPlus unsere Produktion aus; und zwar sogar das Minimum der angekündigten “mindestens 60 Minuten ab 23 Uhr!”
Genau das gibt es jetzt auch, und zwar zum enorm opportunen und thematisch relevanten Termin am Sonntag vor der Bundestagswahl. Also bitte sehr schalten Sie ein erneut, und zwar zur Erfüllung ihrer staatsbürgerlichen Politikinformationspflicht, ein, wenn es wieder heißt: Inszenierung der Politik, Labambaschorsch (20.09.2009. EinsPlus, 23 Uhr, Yeah Yeah Yeah!).
(und Oma schon mal Bescheid sagen, und ihr endlich diesen DVB-T-Receiver kaufen & konfigurieren, Bursche!)
HdM unter Wasser
Auweia, da wurde wohl der Dichtung aus dem Kinderarbeitsausland der Vorzug gegeben: Bei einem heftigen Gewitter in Stuttgart vor einigen Wochen gab es in der Hochschule der Medien einen heftigen Wasserdurchbruch an mehreren Stellen. Einer voll aufgedrehten Dusche vergleichbar sickerte Wasser durch zahlreiche Stellen im dritten Stock und bahnte sich munter seinen Weg durchs Treppenhaus. Im Fahrstuhl traf ich einen Professor, Mehr…
Karaoke mal Aua
Hach ja, der Franzos’ macht oft so feinen Elektropop, und dreht dazu so tolle Videos, dass man bloß noch “je suis trés content avec ton travaille” sagen kann… handelte es sich beim Franzos’ nicht eigentlich um einen Engländer. hihi. Viel Vergnügen!
Ein Sofa ist praktisch, außer man steckt es sich in die Tasche
Aber wenn es schon an einem bemerkenswert exponierten und dazu noch außergewöhnlichen und außergewöhnlich panoramareichen Platz steht, dann kommt das den Eigenschaften des Sofas sehr zugute. So auch das auf der Rheinbrücke Süd oder wie der Rheinländer sie heißt. Jedenfalls auch lobenswert, dass jemand sich noch die Mühe macht und ein dort Poster des King of Rock’n'Roll aufhängt; das hat dann gleich so eine Wohnzimmeratmosphäre erzeugt und vor Rührung fielen wir uns in die Arme und gaben danach rührselige Seemannsweisen zum besten.
Prokrastination
Ich empfehle fortgeschrittenen Prokrastinatoren:
We Choose The Moon, eine Internetseite, auf der man nun schon einigen Tagen die erste Mondlandung miterleben kann. Bis jetzt ist es nur der Flug, aber in jetzt… 25 Minuten und 30…29…28… Sekunden findet die Landung statt.
Viel Videomaterial, Fotos und anderes Zeug. Un das besondere Gimmick: die ganze Zeit kommt der Original-Funkverkehr, ich sitze hier wie in einer Funkzentrale. Jetzt kommt die heiße Phase, in der sie feststellen, dass der Computer ausgefallen ist. Verstehe aber nicht viel.
Viele Grüße!
J
Alle Southpark-Staffeln online (auf deutsch)
Auf der Seite southpark.de kann man sich alle Folgen der Serie angucken, in deutscher Sprache. Sind ja mittlerweile schon recht viele Staffeln geworden (12)…


















