Neulich war ich mit Kollege Sand in der Stadt unterwegs. Nach einigen abgeklapperten Clubs befahl uns der knurrende Magen zu einem verlässlichen und verlockenden Laden: XXL-Burger verspricht lange Öffnungszeiten, und recht wohlschmeckende, wenn auch dem Namen nicht immer gerecht werdende Bulettenbrötchen. Die Bestellung war schnell abgegeben: Ein einfacher Cheeseburger sollte es sein. Der Mensch hinter der Theke warf eine seiner Tiefkühlfricken auf den Grill, und nannte mir den für sein Produkt zu zahlenden Preis. Ich antwortete, wobei ich bereits mit dem Geld herumhantierte, mit dem nicht besonders witzigen, aber nichtsdestotrotz augenzwinkernd vorgetragenem Statement: Erst die Ware! Das nun brachte den Frikadellenschmied derart in Rage, dass er fluchend die doch erst leicht einseitig angebräunte Fleischplatte mit seinem Bratspachtel in den Abfall beförderte und den Thekenbereich, immernoch abartig sauer, Richtung Personalausgang verließ. Verdutzt schaute ich noch, wie der genervte Gastronom begann, nervös an einer Kippe zu saugen, bevor sich die Tür schloss und sein Assistent uns höflich, aber bestimmt um baldigen Abflug bat. Da das nun schon das zweite Mal war, das ich im XXL-Burger wegen der üblen Laune des Bratmeisters nix mehr zu futtern bekommen habe, habe ich mal kurz geschaut und auch sofort einen Blogeintrag gefunden, der einen änlichen, wenn auch vertretbaren Rauswurf dokumentiert.
(Auch wenn der Spruch nicht ernst gemeint war und ich mich gerne eines besseren belehren lasse: darf man nicht als Käufer die Ware immer zuerst testen, bevor man sie bezahlen muss? Allerdings keine Ahnung ob das für Fast Food auch gilt…)
Eben sah ich, da ich schon alle Western im iTunes Store kannte, den Nicht-Western “Den Letzten Beißen die Hunde” mit Clint Eastwood und Jeff Bridges. Für alle, die Jeff Bridges zwar aus “The Big Lebowsky”, aber auch Mehr…
Seit kurzer wird in Deutschland wieder relativ viel über Journalismus diskutiert, zB in der lesenswerten Artikelserie “Wozu noch Journalismus” auf sueddeutsche.de. Darin diskutieren renommierte Journalisten wie Sonja Mikich und Hans Leyendecker, aber auch Blogger und stärker im Netz beheimatete Journalisten wie Sascha Lobo oder Dirk von Gehlen ihre Vorstellungen der Zukunft des Journalismus angesichts einer durch das Internet völlig umgekrempelten Weltöffentlichkeit. Mehr…
Als ich gestern versuchte, meinen etwas angeschlagenen Zustand durch einen ausgedehnten Spaziergang durch den Göttinger Stadtforst aufzubessern, hatte ich meine Kamera dabei. Mehr…
Das Gespräch über den für die anstehende Klassenarbeit in Deutsch zu erstellenden Spicker offenbart gleichzeitig die Sinnlosigkeit selbigen Unterfangens: “…ich schreib mir dann da so die Chatarakt…Charaktist…Charakteristikas von den Buch drauf.”
Seit dem ersten März gilt in Baden-Württemberg ein Verkaufverbot für Alkohol zwischen 22 und 5 Uhr. Und zwar in Tankstellen, Supermärkten und Kiosks. So standen auch wir gestern wie deppert gegen 22.30 Uhr vor dem Bierregal und ließen uns von einer zu diesem Zweck anwesenden Vertreterin einer Sicherheitsfirma erläutern, dass wir keines der dort ausgestellten Getränke zu kaufen berechtigt seien (um 7.00 Uhr, wenn der Supermarkt aufmacht, dürfe man ja wieder). Von so einem sinnlosen Gesetz habe ich eigentlich noch nie gehört.
Wie immer gibt es auch Ausnahmegenehmigungen: Zum Beispiel kann sich der hiermit unterstellt regierungsnahe Hauptanteil von Volks- und Schützenfestbesuchern weiterhin auch nach 22 Uhr ordentlich einen unter den Bauernhut gießen. Ebenso dürfte der bereits reich beschenkte DEHOGA von der Neuregelung profitieren, da auch in den Schenken natürlich weiter gezecht werden darf. Betroffen von der Neuregelung sind also Erwachsene, die sich gerne nach 22.00 ein Bier im Supermarkt oder an der Tanke kaufen wollen.
Vornehmlicher Gesetzesgrund sind aber saufende Jugendliche. Früge man mich, so täte ich ja antworten dass es mit dem Jugendschutzgesetz eigentlich schon eine Regelung zum Verkaufsverbot von Alkohol an Jugendliche gibt. Vielleicht hülfe es da, eher mal schärfere Kontrollen an Tankstellen und Supermärkten durchzuführen. Und wenn Ältere das Zeug für die Jüngeren kaufen: das verhindert das neue Gesetz auch nicht (sie müssen es jetzt nur vor 22.00 Uhr machen). Urteil: Disrespect!
(Wir retten uns dann übrigens mit einem Bierchen vom Dönermann. Und wer petzt dass ich auf die JuLis verlinke, dem wünsche ich 10 Jahre Ischias)
UPDATE: Kasten Bier auf Vorrat besorgt (ganz legal: 14.27 Uhr)
Silvester war schön in Hamburg. Wir haben viel Feuerwerk angeschaut, Gin Tonic getrunken und komische Leute getroffen sowie (wer hätte es erwartet) komische Brillen getragen.
Die Tage zuvor waren anstrengend und abgesehen von den Abenden in Bielefeld auch traurig, weil mein Großvater gestorben war. Am Silvestertag wurde er beerdigt.
Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr und hoffe sehr, dass die Arbeit in der kommenden Woche nicht so kacke wird!
Momentan protestieren in vielen Städten in Deutschland und Österreich zehntausende von Studierenden und Schülern gegen Studiengebühren, die verkürzte Oberstufe, überfüllte Klassen und Hörsäle, den schlechten Zugang zu einem Masterstudium und verschulte, verkürzte Bachelorstudiengänge. Die Forderungen werden allseits beachtet, und sowohl von der Politik wie auch von den Hochschulleitungen und den Professoren erhalten die Demonstranten Rückendeckung; erste Maßnahmen sind zum Beispiel eine BAföG-Erhöhung ab 2011. Mehr…
Der Besucherzähler comScore hat Zahlen veröffentlicht, nach denen Twitter im Oktober etwa 8 % weniger Besucher als im September hatte - und das im Stammland. Das überraschende an dieser Tatsache ist allerdings nicht, dass die Besucherzahlen zurückgegegangen sind, sondern eher die Verwunderung der Branchenanalysten über den Rückgang.
Zum Beispiel schreibt Techcrunch: “…a hypergrowth company like Twitter cannot afford to slow down in its home market. “
Dabei sollte es doch jedem Absolventen einer Grundschule klar sein, dass ein Wachstum von 1000 % mit der begrenzten Ressource “Internutzer” nicht dauerhaft zu realisieren ist. Scheinbar wird die Anzahl der Erdbewohner hier mit dem potenziellen Markt gleichgesetzt; die digitale Käseglocke demokratisiert offensichtlich das Unvermögen für realitätsnahe wirtschaftliche und gesellschaftliche Analysen.
Wunderbarer Bühnensketch, der bei der Verleihung des Henri Nannen Preises 2008 aufgeführt wurde. Tragischerweise halte ich die Charaktere der beiden Yuppies für keinesfalls besonders überzeichnet dargestellt, vielmehr als komprimierte Sammlung realitätsnaher Erfahrungsschnipsel.
Ein teilweise etwas langatmiger Film, der über das besonders vor der Wahl heiß diskutierte Thema Grundeinkommen informiert. Leider ist vor allem der Anfang ein recht improvisiertes Legitimationsgeseihe, das den Zuschauer wohl zur Erweiterung seines Horizonts mittels unkonventioneller Denke auffordern soll. Nachdem man dann fast schon wieder wegklickt, wird der Rest des Films aber doch noch ganz informativ, vor allem wenn der Off-Sprecher mal schweigt und verschiedene Fachleute zu Wort kommen.
Guter Artikel über die Entwicklungen in der Verlags- bzw. Buchladenbranche. Wunderte ich mich in letzter Zeit schon darüber, erklärt der Artikel außerdem wieso völlig durchschnittliche und nach meiner Einschätzung willkürlich ausgewählte, doch umso härter angepriesene Romane so viel Erfolg haben (z.B. F. Schätzing, Stieg Larsson, etc.).
Endlich gibt es mal Zahlen zur Nutzung des völlig überbewerteten beliebten Microblogging-Dienstes Twitter. Die Betreiber selber geben keine Zahlen zur Nutzung heraus, nun hat aber der amerikanische Technik-Meinungsführer techcrunch eine Analyse über die Nutzerzahlen und vor allem über die Nutzeraccounts veröffentlicht.
Und was für eine Überraschung: Die Anzahl der annähernd verwaisten Accounts beträgt 75 %, was bei einer Gesamtzahl von ca. 50 Millionen registrierten Usern ungefähr 12.5 Millionen aktiven Nutzern weltweit entspricht. Diese Nutzerzahlen sind ok. Aber nicht mehr. Sie sind quasi durchschnittlich gut. Aber ganz sicher sind diese Zahlen noch lange kein Grund, irgendwelche fundamentalen Änderungen für die Zukunft des Internets zu prognostizieren.
Bei all der Manie um den neuen Präsidenten der USA vergisst man fast, dass es vor ihm auch einen gab!
Wenn man sich Gedanken darüber macht, was dieser einst so bedeutende Mann so treibt den ganzen Tag, kommen einem spontan all die Staatsmänner vergangener Zeiten in den Kopf: Bill Clinton reist um die Welt, um hochbezahlte Vorträge zu halten. Gerhard Schröder ebenfalls, und außerdem macht er in Öl (oder so). Jaques Chirac versucht sicherlich, irgendwem Atomkraftwerke oder -sprenköpfe aufzuschwatzen. Und Leute wie Saddam Hussein sind einfach tot.
Um eine Vorstellung (keine Idee, pfui, Anglizismen gehen mir nicht mehr aus dem Kopf nach Lektüre englischer Texte) davon zu bekommen, wie George Walker Bush nun seinen Alltag bestreitet und womit er sich beschäftigt, lege ich jedem nur diesen Artikel (klick) auf der ganz hervorragenden Satireseite The Onion ans Herz… Ich finde, er ist so schön geschrieben! Nachdem ich ihn gelesen hatte, dachte ich, dass ich gern selbst genau diesen Text über ihn geschrieben hätte.