Editor für Internet - Sachen - Machen
Ein kleiner Test von frei erhältlichen Code-Editoren:
Komodo
Diesen Editor gibt es erst seit neustem unter einer MPL/GPL/LGPL - Lizenz zum freien Download und mit offenem Quellcode. Auf den ersten Blick scheint der Editor sehr übersichtlich, mit einer sinnvollen Projektverwaltung und klar strukturiertem Menü. Es gibt die üblichen Arbeitserleichterungen wie Syntax-Hervorhebung, aber auch eine ganz gut funktionierende Auto-Vervollständigung. Was ich nicht gefunden habe waren eine integrierter FTP-Uploader und deutsche Sprache; beides dürfte aber aufgrund des offenliegenden Codes nur eine Zeitfrage sein. Die Installation ist mit fast 100 MB belegtem Plattenspeicher allerdings recht ordentlich groß.
Scintilla
Scintilla habe ich in letzter Zeit sehr häufig benutzt. Es handelt sich um einen einfachen Texteditor mit Syntax-Hervorhebung für z.B. HTML, CSS und PHP. Er startet auch auf der alten Mühle hier innerhalb von einer gefühlten Milli-Sekunde und bietet in Kombination mit z.B. Filezilla zur Projektübersicht eine echt gute, sehr kleine (zusammen ca. 15 MB) und, als überzeugendstem Argument, vor allem schnelle Alternative zu den großen Brechern. Irgendwelche speziellen Features sind durch die bewusst minimalistische Ausstattung allerdings nicht vorhanden.
Eclipse
Die Monstermaschine, vor allem bekannt aus der Java-Programmierung, unterstützt auch alle anderen Sprachen die es so gibt. Für große Projekte sicherlich das beste, da die Projektverwaltung und -strukturierung auf umfangreiche Bibliotheken ausgelegt ist. Eclipse hat umfangreiche Features und vor allem eine lebendige Community, ist mit 150 MB allerdings auch am speicherfressendsten. Für kleinere Projekte reichen sicherlich andere Editoren, bei größeren Vorhaben kommt man um Eclipse als echte Alternative nicht herum.
PSPad
PSPad ist ein typisches Beispiel für einen Editor, der so ziemlich alle Funktionen die es gibt implementiert hat. Leider leidet dadurch die Übersichtlichkeit, die Zahl der Buttons und Menüpunkte scheint bereits im fünfstelligen Bereich. Dafür kann der Editor, trotz bloß 10 MB Installation, aber auch alles, was heutzutage üblich ist: Projektverwaltung, FTP-Client, Makros aufnehmen, (editierbare) Syntax-Hervorhebung, Rechtschreibeprüfung etc. Viele der unzähligen weiteren Zusatzfunktionen brauch glaube ich niemand, zwecks Übersicht könnten einige getrost wegfallen.
Weaverslave
Weaverslave ist ein speziell auf Webdesign ausgelegter Editor, der viele Hilfen für HTML, CSS, JS und PHP bietet, wie etwa umfangreiche Nachschlagemöglichkeiten und fertige Schnipsel. Die implementierte Projektverwaltung stellt größere Projekte übersichtlich dar, einen integrierten FTP-Client habe ich auch als Plug-In nicht gefunden.
Empfehle: Für kleine Projekte die Kombi Filezilla/Scintilla (oder anderer kleiner Editor), für größere Vorhaben Komodo, für höchste Ansprüche und Professionalität eclipse. Nach diesen umfangreichen Informationen: Wieder mal was essen.
Nik
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