Eigentümerfreud ist Redakteursleid
Die Redaktion der Süddeutschen Zeitung zieht um. Grundsätzlich nichts ungewöhnliches, dennoch scheint mir das ganze interessanter als auf den ersten Blick vermutet werden könnte: Offensichtlich hatten die früheren Mehrheitseigner der SZ beschlossen, die Redaktion aus dem angestammten Sitz in der Münchner Innenstadt in ein Gewerbegebiet im Münchner Osten namens Steinhausen zu deportieren umzuverlegen.
Ob das jetzt cool oder wirtschaftlich sinnvoll bzw. effizient ist, ist mir ziemlich wumpe, aber die Art und Weise wie die Redaktion sich damit auseinandersetzt finde ich schon bemerkenswert lustig. Vor allem Christian Ude, Obm, und Ex-ObmK, macht eine gute Figur. Sehr sehenswert und sympathisch das ganze. Vielleicht sollte ich den zahllosen SZ-Probe-Abonnement-Vertretern die durch die Kneipen der Republik tingeln doch mal mein Ohr leihen…
Und vielleicht weiß der Bajuware über diese Geschichte ja noch mehr…
So ähnliche Sachen:
- Wie traurig… Hä? Robert Enke ist tot? Warum? Und warum macht mich das so betroffen? Ich...







so Christian Ude:
“Eigentlich könnte ich meinen Kommentar zum Umzug ganz kurz fassen: Wer aus der Sendlinger Straße, dieser geschichtsträchtigen 1-a-Lage, nach Steinhausen, also in ein städtebauliches Wildschweingehege umzieht, muss ein ziemlicher Depp sein!
Also so weit ich weiss hat die SZ während der Krise auf dem Anzeigenmarkt 2002 einige Mehrheiten zwischen den Eignern weiter verkauft, Eine große Mehrheit hat die Südwestdeutsche Medien Holding. Und eben diese ist sehr auf Gewinnmaximierung erpicht. Auch die Roland Berger Unternehmungsberatung hat ihre Finger mit im Spiel .
In der Redaktion in der Sendlingerstr. ist diese Entscheidung denkbar unpopulär, las sich der Umzug wegen eines Wasserbruchs einige Monate verschoben hat sollen wohl die Champangerkorken geknallt haben.
Ich fand das Gebäude, als Jan und ich da mal vorbeigetorkelt sind, ganz bemerkenswert schick. Ich würde da nicht ausziehen, an deren Stelle.
Christian Udes Rede finde ich übrigens extrageil, wenn in die ehemalige Redaktion ein Tätowiersalon einzieht, dann lass ich mir nen Bären stechen! Oder nen Immobilienmakler!
guter artikel zu dem thema übrigens hier, nochmals von sz online: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/26694/1/1#texttitel