Recommended V: The Whitest Boy Alive
Entsprechend aller Annahmen fährt der Stuttgarter nur ab und zu aber doch mal aus seinem subjektiven Zentrum der Welt hinaus, und begibt sich an den gefühlten Rand der Zivilisation; in diesem Falle ins 10 km entfernte Schorndorf, Club Manufaktur. Wieso in diesem Kaff am Rande der Tochter der Nichtigkeit, das am Rande der eben erwähnten Nichtigkeit Tochter Mutter liegt, jenes großartige Veranstaltungszentrum Manufaktur ist: Wer weiß.
Jedenfalls waren etwa alle Schorndorfer da (200), und nebst diesen auch noch bis zu 4.000.000 Angereiste, zu denen ich mich auch zählte, aus dem recht nahen Zentrum der Welt.
Bevor jetzt über bekannt große Brillen vom Erlend referiert wird, sei erstmal die Vorband New Wine mehr als lobend erwähnt und empfohlen: Hammerteil.
Nun zu den großen Brillen: The Whitest Boy Alive sind ziemlich sehenswert, und zwar alle insgesamt mit und ohne Erlend Oye. Damals mit dem Denyo vor drei Jahren lachte ich noch über den Schneuzer des Keyboarders, heute sehe ich die Sache anders, seit er sich, stehend auf dem einen Keyboard balancierend, das andere auf den Rücken lud und dabei die Menge mit s.g. Dancemoves anfeuerte - Schnurrbart shows the way.
Jedenfalls bin ich abschließend und an dieser Stelle auch schon an meinem einzigen dennoch massiven Kritikpunkt angelangt: Selbst bei dieser außergewöhnlich duften Einlage, und auch beim Rest der sauber zum pofen geeigneten Sounds der Jungs, blieb das Dorf- und Stadtpublikum in Starre erstarrt; bei der Zugabe musste Oye sogar zum Aufrücken an den Bühnenrand auffordern, was zwischendurch auch einige der vorne stehenden Fans taten; ergänzend: das Konzert war ausverkauft. Ich fands geil und dachte über Pogo nach.
Fazit/Face it: Whitest Boy Alive angucken, aber nicht in Schorndorf.
Foto: Flickr







Das mit dem Schnäuzer hatte ich erst noch nicht so richtig kapiert. Nachdem ich mir dann dis Video anschaute, kam mir der Typ erstaunlich bekannt vor. Leider ist die angesprochene Tanzeinlage nicht mit drauf…
Manno Meter: Die erste Reihe ist aber tatsächlich ‘in Starre erstarrt’- Schade, bei so einem fluffigen Konzert.
Ja, der erinnert hauptsächlich an so einen Detektiv aus irgendeiner 70er-Jahre-Serie