HdM unter Wasser
Auweia, da wurde wohl der Dichtung aus dem Kinderarbeitsausland der Vorzug gegeben: Bei einem heftigen Gewitter in Stuttgart vor einigen Wochen gab es in der Hochschule der Medien einen heftigen Wasserdurchbruch an mehreren Stellen. Einer voll aufgedrehten Dusche vergleichbar sickerte Wasser durch zahlreiche Stellen im dritten Stock und bahnte sich munter seinen Weg durchs Treppenhaus. Im Fahrstuhl traf ich einen Professor, der sich mit einigen Lappen bewaffnet aufgemacht hatte, sein Büro mittels einer Dammkonstruktion vor der Überschwemmung zu bewahren. Schätzungsweise fünf Zentimeter hoch stand das Wasser im Foyer, willkommene Abkühlung für die mit Flip-Flops bewehrten Studierenden. Auch die S-Bar und mehrere Vorlesungsräume wurden geflutet, letztenendes musste der Bau aus Sicherheitsgründen evakuiert werden.
Zugegebener Maßen handelte es sich um einen heftigen Platzregen; jedoch sieht das Konzept Dach in seiner modernen Auslegung einen Schutz vor der Witterung vor, der das vollständige Verhindern eines Eindringens von Feuchtigkeit mit einschließt. Insofern kann man denke ich an dieser Stelle mit Fug und Recht von Pfusch am Bau sprechen.
Böse Zungen könnten nun behaupten, dass der schöne und architektonisch gelungene Neubau, in dem das Malheur passierte, wie eine teuflisch mahnende Metapher zum legendären Ruf der HdM als Hochschule mit glanzvoller Außendarstellung, jedoch seichtem Durchschnitt im Inneren passt.
Nicht nur aufgrund der gelagerten Technik im Millionenwert, sondern auch wegen eventueller statischer Mängel und profanem Schimmel würde ich dem Verantwortlichen auf jeden Fall eine eingehende bauliche Überprüfung anraten.
Hier noch die mediale Breitseite als Illustration:
Zweites Video: (c) hk







Ich sage es nach einem Wort von Walter Sobchak: bekackte Amateure!
Abgesehen vom Wassereinbruch schickes Hochschulgebäude, übrigens.