Neulich war ich mit Kollege Sand in der Stadt unterwegs. Nach einigen abgeklapperten Clubs befahl uns der knurrende Magen zu einem verlässlichen und verlockenden Laden: XXL-Burger verspricht lange Öffnungszeiten, und recht wohlschmeckende, wenn auch dem Namen nicht immer gerecht werdende Bulettenbrötchen. Die Bestellung war schnell abgegeben: Ein einfacher Cheeseburger sollte es sein. Der Mensch hinter der Theke warf eine seiner Tiefkühlfricken auf den Grill, und nannte mir den für sein Produkt zu zahlenden Preis. Ich antwortete, wobei ich bereits mit dem Geld herumhantierte, mit dem nicht besonders witzigen, aber nichtsdestotrotz augenzwinkernd vorgetragenem Statement: Erst die Ware! Das nun brachte den Frikadellenschmied derart in Rage, dass er fluchend die doch erst leicht einseitig angebräunte Fleischplatte mit seinem Bratspachtel in den Abfall beförderte und den Thekenbereich, immernoch abartig sauer, Richtung Personalausgang verließ. Verdutzt schaute ich noch, wie der genervte Gastronom begann, nervös an einer Kippe zu saugen, bevor sich die Tür schloss und sein Assistent uns höflich, aber bestimmt um baldigen Abflug bat. Da das nun schon das zweite Mal war, das ich im XXL-Burger wegen der üblen Laune des Bratmeisters nix mehr zu futtern bekommen habe, habe ich mal kurz geschaut und auch sofort einen Blogeintrag gefunden, der einen änlichen, wenn auch vertretbaren Rauswurf dokumentiert.
(Auch wenn der Spruch nicht ernst gemeint war und ich mich gerne eines besseren belehren lasse: darf man nicht als Käufer die Ware immer zuerst testen, bevor man sie bezahlen muss? Allerdings keine Ahnung ob das für Fast Food auch gilt…)
Seit kurzer wird in Deutschland wieder relativ viel über Journalismus diskutiert, zB in der lesenswerten Artikelserie “Wozu noch Journalismus” auf sueddeutsche.de. Darin diskutieren renommierte Journalisten wie Sonja Mikich und Hans Leyendecker, aber auch Blogger und stärker im Netz beheimatete Journalisten wie Sascha Lobo oder Dirk von Gehlen ihre Vorstellungen der Zukunft des Journalismus angesichts einer durch das Internet völlig umgekrempelten Weltöffentlichkeit. Mehr…
Als ich gestern versuchte, meinen etwas angeschlagenen Zustand durch einen ausgedehnten Spaziergang durch den Göttinger Stadtforst aufzubessern, hatte ich meine Kamera dabei. Mehr…
Das Gespräch über den für die anstehende Klassenarbeit in Deutsch zu erstellenden Spicker offenbart gleichzeitig die Sinnlosigkeit selbigen Unterfangens: “…ich schreib mir dann da so die Chatarakt…Charaktist…Charakteristikas von den Buch drauf.”
Silvester war schön in Hamburg. Wir haben viel Feuerwerk angeschaut, Gin Tonic getrunken und komische Leute getroffen sowie (wer hätte es erwartet) komische Brillen getragen.
Die Tage zuvor waren anstrengend und abgesehen von den Abenden in Bielefeld auch traurig, weil mein Großvater gestorben war. Am Silvestertag wurde er beerdigt.
Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr und hoffe sehr, dass die Arbeit in der kommenden Woche nicht so kacke wird!
Bei all der Manie um den neuen Präsidenten der USA vergisst man fast, dass es vor ihm auch einen gab!
Wenn man sich Gedanken darüber macht, was dieser einst so bedeutende Mann so treibt den ganzen Tag, kommen einem spontan all die Staatsmänner vergangener Zeiten in den Kopf: Bill Clinton reist um die Welt, um hochbezahlte Vorträge zu halten. Gerhard Schröder ebenfalls, und außerdem macht er in Öl (oder so). Jaques Chirac versucht sicherlich, irgendwem Atomkraftwerke oder -sprenköpfe aufzuschwatzen. Und Leute wie Saddam Hussein sind einfach tot.
Um eine Vorstellung (keine Idee, pfui, Anglizismen gehen mir nicht mehr aus dem Kopf nach Lektüre englischer Texte) davon zu bekommen, wie George Walker Bush nun seinen Alltag bestreitet und womit er sich beschäftigt, lege ich jedem nur diesen Artikel (klick) auf der ganz hervorragenden Satireseite The Onion ans Herz… Ich finde, er ist so schön geschrieben! Nachdem ich ihn gelesen hatte, dachte ich, dass ich gern selbst genau diesen Text über ihn geschrieben hätte.
immer wieder wird man als Student gebeten, Vorschläge für die Verwendung der Studienbeiträge abzugeben. Schließlich weiß die Uni gar nicht mehr, wo ihr der Kopf steht vor lauter Mitteln, die zentral oder dezentral ausgegeben werden müssen. Ob die Erhebung von Studiengebühren in sechs deutschen Bundesländern nun die Zementierung der real existierenden Ungleichbehandlung von Studenten verschiedener (sozialer) Herkunft bedeutet, sei dahingestellt. Das Geld muss jedenfalls raus. Mehr…
Nachdem die Media Lounge plus Nebenwirkungen live schon bestens bis super gelaufen ist, kommt wie angekündigt auch die öffentlich-rechtliche Ausstrahlung an den Start. In bisher nicht gekannter Konsequenz strahlt der digitale ÖR-Sender EinsPlus unsere Produktion aus; und zwar sogar das Minimum der angekündigten “mindestens 60 Minuten ab 23 Uhr!”
Genau das gibt es jetzt auch, und zwar zum enorm opportunen und thematisch relevanten Termin am Sonntag vor der Bundestagswahl. Also bitte sehr schalten Sie ein erneut, und zwar zur Erfüllung ihrer staatsbürgerlichen Politikinformationspflicht, ein, wenn es wieder heißt: Inszenierung der Politik, Labambaschorsch (20.09.2009. EinsPlus, 23 Uhr, Yeah Yeah Yeah!).
(und Oma schon mal Bescheid sagen, und ihr endlich diesen DVB-T-Receiver kaufen & konfigurieren, Bursche!)
Hach ja, der Franzos’ macht oft so feinen Elektropop, und dreht dazu so tolle Videos, dass man bloß noch “je suis trés content avec ton travaille” sagen kann… handelte es sich beim Franzos’ nicht eigentlich um einen Engländer. hihi. Viel Vergnügen!
We Choose The Moon, eine Internetseite, auf der man nun schon einigen Tagen die erste Mondlandung miterleben kann. Bis jetzt ist es nur der Flug, aber in jetzt… 25 Minuten und 30…29…28… Sekunden findet die Landung statt.
Viel Videomaterial, Fotos und anderes Zeug. Un das besondere Gimmick: die ganze Zeit kommt der Original-Funkverkehr, ich sitze hier wie in einer Funkzentrale. Jetzt kommt die heiße Phase, in der sie feststellen, dass der Computer ausgefallen ist. Verstehe aber nicht viel.
Das ist fies das zu sagen, ja ja, aber ich bewunderte bisher immer die Elterngeneration aufgrund ihrer Zeitzeugigkeit ob der Tode diverser noch heute zitierter Personen, u.a. Rudi Dutschke, Che Guevara, Jim Morrison, Jimi Hendrix, Willy Brandt, Benno Ohnesorg etc. usw. libüdsj. (Lies irgendwelche Bücher über die siebziger Jahre). #
Aber seit heute fühle ich mich, das erste Mal seit dem 11. September 2001, als echter lebender Zeitzeuge, und zwar in dem ich an dem heutigen Datum des 26.06.2009 das Ende des King bezeugen kann, zumindest bezeugen im Sinne der auf mich einströmenden Medieninformationen.
So bitter es klingt: später, so in 20 Jahren, werden die gleichen Leute wie ich, nur in jünger, sagen, dass ihr Vater/Onkel/Deutschlehrer damals das Ende des King miterlebte, das waren damals echt holzig derbe Zeiten.
Ich habe, trotz fehlendem Abspielgerät, zwei Kassetten von früher behalten, und zwar Schrei Nach Liebe von den Ärzten, und Dangerous von Michael Jackson. Klingt fettest, kauft es.
Und wie mich graut, oh wie michs graust, mehr als vor Morastkotze, oder Retticheinlauf, oder Wurstnasentropfen, vor den ganzen schietkitschigen Nachrufen, oh, es graust bereits bevor es angefangen hat, bewahre uns, es wird trotzdem kommen…und bereits heckt irgendein geschmacksfreier RTL-Redakteur eine Sendungsreihe aus, (oder KontraPro7, wer weiß); es wird aber hundert pro und eisern garantiert ganz furchtbar scham- und ehrlos werden…
Am Dienstag, den 16. Juni findet im hochschuleigenen Fernsehstudio der Hochschule der Medien eine politische Talkrunde zum Thema “Inszenierung der Politik” mit prominenten Talkgästen und technisch und inhaltlich auf Fernsehsendungsniveau statt; inklusive sind auch 400 Zuschauer im Publikum. Das Besondere daran: Die komplette Sendung wird von 40 Studenten der HdM konzipiert, geplant und umgesetzt.
Die Qualität der Produktion wird dadurch unterstrichen, dass mit dem dem digitalen ARD-Programm EinsPlus ein eigener Sendeplatz für die Media Lounge ausgehandelt werden konnte, irgendwann im Juli wird die Sendung also tatsächlich im digitalen TV zu sehen sein. Wer so lange nicht warten möchte und live dabei sein will: Die Sendung kann man live im Internet mitverfolgen, geladene Gäste sind:
Es verspricht kontrovers, also interessant zu werden, da das Thema grade jetzt in Wahlkampfzeiten traditionell enorm an Schwung gewinnt! Wer also mal was anderes als Illner/Will will, und trotzdem auf professionelles Niveau nicht verzichten möchte, der schalte doch gerne morgen ab 18.00 Uhr in den Live-Stream. Dauer der “richtigen” Sendung: 19.00 bis ca. 20.30 Uhr.
Am Samstag bin ich am späten Nachmittag durch die Göttinger Annastraße gegangen. Für Ortskundige: das ist die Straße ganz in der Nähe, wo die Pornovideothek gewesen ist, in der ich aus Versehen Mitglied geworden war, außerdem die Straße, wo der Haushaltsauflösungstürkedeutsche gewesen ist, von dem wir den Fernseher Kühlschrank gekauft hatten, und außerdem die Straße, wo der REWE ist, welcher der wohl schlechteste Supermarkt in ganz Südniedersachsen - ach was sage ich, in ganz Niedersachsen! - ist und der bis 23 Uhr geöffnet hat - die armen Angestellten.
Also, ich latsche durch die Straße und beobachte, wie der Müllwagen von Veolia-Umweltservice vergeblich die Papiertonnen anfährt, denn: sie sind alle abgebrannt! Erst hatte ich die Göttinger Antifa in Verdacht, die machen nämlich gerne sowas, um die Polizei zu ärgern und am Donnerstag war eine Demo von denen.
Aber dann kam ich darauf, dass es wohl Besucher der am Vortag gefeierten WiWi-Party im Zentralen Hörsaalgebäude gewesen sein müssen, also vom Klientel her im Grunde genommen genau die Konkurrenz der Antifa. Es sah fjen lustig aus und ich habe einige Handyfotos gemacht. Bei der einen Tonne muss sogar der Asphalt gebrannt haben, da sind richtige Blasen und die einzelnen Steinchen darin sind freigelegt worden.
Uiuiui, da ist wohl außer der Reputation nicht mehr viel zu holen an der HdM in Stuttgart, jedenfalls nicht im Vergleich zu den Jungs von meiner alten Hochschule in Furtwangen. Große Klappe, nichts dahinter?(!) Mehr…